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Dienstreise der Kulturwerkstatt nach Berlin (19.-23.6.2017)

Posted @ 20.07.2017 10:39 By Mischa G. Hendel

Veröffentlicht in [Exkursion], [Kulturwerkstatt], [Rezensionen], [spacelab_gestaltung], [Vermischtes] | 0 Kommentare

Die Kulturwerkstatt in Berlin

Hakan

Es war am 19. Juni, unser Ziel war Berlin. Wir haben uns beim Busbahnhof Erdberg getroffen und haben auf den Bus gewartet. Die Abfahrt war für 21:30 Uhr geplant. Danach ist unser Flixbus gekommen, es waren viele andere Reisende auch dabei. Wir haben dann unsere Koffer beim Busfahrer abgegeben. Plötzlich entstand ein Problem. Das Problem war, dass ich meinen Reisepass nicht dabei hatte. Ich hatte ihn vergessen und dachte dass die Kopie reichen würde. Aber das ist nicht so gewesen, wie ich es gedacht habe. Der Busfahrer meinte dass ich ohne Reisepass nicht mitfahren dürfte. Es wäre zu riskant gewesen, weil es die Möglichkeit einer Grenzkontrolle gab. Ich bin in Wien geblieben, Ingo hat mir dann ein Ticket für den nächsten Tag nach Berlin gebucht. Ich bin um 12:30 eingestiegen und um 21:50 angekommen. Florian und Amir haben mich vom Berliner Südkreuz abgeholt.

Gleich ist mir aufgefallen, dass die Züge anders sind als in Wien. Es waren immer viele Menschen in den Bahnhöfen und Stationen. Wir sind dann zu unserer Gruppe gegangen, sie waren in Easy Lodges. Easy Lodges ist der Ort, wo wir übernachtet und gefrühstückt haben. Wir durften auch ein Lagerfeuer im Garten machen. Gleich am ersten Tag habe ich mich gut gefühlt in Berlin. Am nächsten Tag sind wir in das Werk 9 gegangen. Mit Werk 9 haben wir eine Kooperation aufgebaut und 2 Szenen unseres Theaterstücks gespielt. Es gab auch eine Vorbereitung von Werk 9 für ihr eigenes Theaterstück. Ich war der Kameramann und habe ihre Szene aufgenommen. Es hat mir echt Spaß gemacht mit der Kamera aufzunehmen. Nach Werk 9 sind Jennifer, Jale, Amir und ich ein bisschen in die Stadt gegangen. Wir haben ein fettes Döner gegessen, also versucht eigentlich. Es war so viel, dass wir es fast nicht aufessen konnten. Am Abend haben wir wieder ein Lagerfeuer gemacht und gegrillt (Sucuk – eine typische türkische Wurst).

Am letzten Tag haben wir Aufträge von Mischa und Jennifer bekommen. Wir sollten in die Stadt gehen (Alexanderplatz, Brandenburger Tor) und dort Sounds aufnehmen, mit Leuten Interviews machen, und Fotos sollten wir auch machen. Mit dem Interview war es schwierig. Wir haben 5 Leute gefragt, 3 waren Touristen, und der Rest wollte keine Interviews geben. Die restlichen Aufträge habe ich erfüllt.

Berlin war sehr schön. Ich könnte noch 1 Monat in Berlin bleiben. Am Abend war unsere Abfahrt, und um 6:20 in der Früh sind wir wieder in Wien angekommen. Ich danke spacelab, dass wir in Berlin diese schönen Momente erleben durften.

Meli

Also ich fand Berlin recht cool. Es sind viele tolerante Menschen dort unterwegs. Die 3Tage waren leider viel zu kurz, um einen richtigen Eindruck zu bekommen. Klar gab es einige Eindrücke. Zum Beispiel, dass Berliner durch die öffentlichen Verkehrsmittel ziemlich gestresste Seelen sind. Das Zusammentreffen mit Werk 9 war ziemlich amüsant. Lara, eine Teilnehmerin des Werk 9, hat uns erzählt, wie sie Wien so findet, da sie in Österreich einen Aushilfejob  gemacht hatte. Sie sagte nur Gutes über unser kleines feines Wien. Das Essen in Berlin bzw. das Einkaufen in Berlin waren relativ billig (Currywurst für einen 1Euro). Außerdem sind alle Flaschen (sogar Plastik) dort Pfand. Ich finde das ziemlich praktisch, pro Flasche 25cent zu bekommen. Ich denke, das ermöglicht vielen Obdachlosen, sich etwas zu essen zu kaufen. Berlin ist eine sehr große Stadt, deswegen empfehle ich Leuten, die dort Urlaub machen, sich die U-Bahn-Linien gut anzusehen.

Die Berliner, die wir getroffen haben, waren recht unhöflich und sehr keck. Was mich aber nicht davon abgehalten hat, Leute nach dem Weg zu fragen. Berlin ist eine sehr tolle Stadt, die man mindestens 1 Mal im Leben sehen sollte! Ich war anfangs skeptisch, aber irgendwann hat sich das gelegt, und es fing an Spaß zu machen.

Auch die Unterkunft war okay. Wir schliefen in kleinen Hütten mit jeweils 4 Betten, die in einem Campinggarten aufgestellt waren. Wir hatten Frühstück inklusive, und außerdem hat unsere Hütte grün geleuchtet. Die Duschanlage war am Gelände, aber etwas weiter weg (jeweils 4 Duschen und Waschbecken, plus WC). In den Zimmern gab es 3 Steckdosen. Für 3 Tage braucht man nichts Größeres als diese sogenannten „Cubes“. Ich war richtig zufrieden mit der Unterkunft und empfehle jedem, in den Easy Lodges in Neukölln zu nächtigen.

Am Alexanderplatz gab es gratis W-Lan. Eines davon hatte den Namen „Godspot“. Daraufhin habe ich den Witz gebracht, man solle doch davor bitte sein Gebet sprechen, damit das W-Lan besser geht. Wir haben viele Sehenswürdigkeiten gesehen, darunter den Fernsehturm, das Brandenburger Tor, und wir sind mit der Buslinie 100 gefahren, die auch beim Reichstag und beim Haus der Kulturen vorbeigefahren ist.

Diese Dienstreise war sehr erfolgreich und witzig. Ich wünsche mir in Zukunft öfter solche Dinge zu machen. Ich fand es wirklich toll und amüsant.

Amir

Tag 1: Wir kamen an, und ich war ziemlich müde von der Busfahrt. Die Plätze im Bus waren zu eng, es war ein einziger Reinfall: Es gab nur 150mb W-Lan und es gab keine Snacks, wie auf der Webseite stand. In Berlin angekommen packten wir aus und wurden in 3 Gruppen aufgeteilt:  jeweils ein Zimmer pro Gruppe. Dann kam der erste Ausflug dran.  Wir gingen zuerst essen, ich war aber so müde, dass ich auf dem Tisch einschlief. Mischa und Jennifer schickten mich zurück ins Hotel, damit ich mich ausschlafen konnte. Ich wachte wieder um 18 Uhr auf und ging dann mit Florian zur Berliner Mauer. Wir schossen ein paar Fotos, dann holten wir Hakan ab, der seinen Pass vergessen hatte und etwas später kam. Wir brachten ihn zum Hotel. Mischa hatte dort ein Lagerfeuer gemacht und wir saßen bis spät nachts am Feuer.

Tag 2: Ich und Hakan wachten zu spät auf, beeilten uns und gingen zum Frühstück. Mischa gab uns den Auftrag den Hotelmanager zu interviewen. Danach machten wir uns auf den Weg zum Werk 9. Dort führten wir unser Stück auf und lernten Anja und Lara kennen. Wir spielten in ihrer lautlosen Kurzszene mit und danach aßen wir Falafel Sandwiches.  Es war ein Riesenspaß. Am Ende des Arbeitstages verabschiedeten wir uns von Anja und Lara Jale, Hakan, Mischa, Jennifer und ich gingen zurück zum Hotel und machten wieder ein Lagerfeuer, die anderen gingen zum Konzert.

Tag 3: Am dritten Tag waren wir wieder zu spät. Wir frühstückten und dann bekamen wir 3 Aufträge, nämlich: 3 Leute zu interviewen, 3 Aufnahmen von der Umgebung zu machen und 3 Fotos. Ich nenne diese Fotos „Berlin im Regen“. Ich liebe Regen, und Berlin sah im Regen wunderschön aus.

Marcel

Also die Reise mit dem Bus war sehr „zach“, ehrlich gesagt es hat sich echt gezogen. Aber wir kamen doch gesund an, zwar nicht munter, aber wenigstens gesund. Als wir dann am Alexanderplatz waren (leider mit dem ganzen Gepäck, weil wir nicht so früh ins Hotel einchecken konnten), haben wir erstmal gemeinsam gefrühstückt. Beim Frühstück wurden wir von einer Armee Vögel umzingelt. Mein erster Eindruck von Berlin waren also Vögel (sie haben mir sehr gefallen und kommen mir schöner als in Wien vor).

Danach ging es auf eine Sightseeing Tour (wieder mit dem ganzen Gepäck). Die Tour war zwar anstrengend, aber hat sich gelohnt. Wir haben viel gesehen, zB das Brandenburger Tor, die Museumsinsel und viele andere tolle Sachen. Danach ging es endlich ins Hotel. Wir waren relativ fertig, aber nach einer Dusche ging es wieder halbwegs. Wir hatten ein bisschen Freizeit, ich war noch im Hotel und hab mich ein bisschen ausgeruht, die anderen waren essen. Danach ging es wieder auf eine Sightseeing Tour. Sydney hat uns durch die „Stadtmitte“ geführt, es war wirklich informativ, aber auch sehr anstrengend. Danach ging es wieder ins Hotel.

Der nächste Tag… Das Aufstehen war lustig, da wir von Meli geweckt wurden und gleich alle zum Frühstück gegangen sind. Das Frühstück von der Unterkunft war wirklich lecker. Nach dem Frühstück ging es zum Werk 9. Es war wirklich cool dort, ich spielte Alice 2 (also Felix), wir haben zwei Szenen vorgestellt (zum Teil improvisiert).Am Anfang war ich gar nicht davon begeistert, aber während ich in der Rolle war hat es mir wirklich Spaß gemacht. Danach haben wir gekocht bzw. Gemüse etc. geschnitten. Wir haben Wraps gemacht, die uns gut geschmeckt haben. Ich wollte mehr essen, aber nach einem war ich schon voll.

Wir haben auch ein paar Teilnehmer_innen vom Werk 9 kennengelernt. Die waren echt nett und ihr (Stumm) Theaterstück ist wirklich cool. Ein paar von uns hatten auch Kostüme bekommen und wurden geschminkt, damit wir Teil von zwei Stummfilmszenen sein konnten. Wie die Leute von Werk 9 arbeiteten, sah ziemlich professionell aus. Danach sind Jonas, Meli, Momo, die ehemalige spacelab-Praktikantin Evi und ich zu einem Musik-Festival gefahren.

Am nächsten Tag hatten wir viel Freizeit, aber auch ein paar Arbeitsaufträge. Wir mussten Fotos machen, Interviews führen und Sounds aufnehmen, von Orten oder Sachen, die uns gefallen. Das mit den Fotos war echt nicht schwer, da es viel Auswahl gab. Die Sounds waren auch sehr einfach, weil es echt laut in Berlin ist und viele verschiedene Geräusche zu hören sind (zB U-Bahn, Menschen am Alexanderplatz, Straßenmusiker_innen etc.). Die Interviews waren schwerer zu machen, da die Leute in Berlin nicht mit uns redeten. Wenn sie reden wollten, durften wir sie aber nicht aufnehmen. Am Schluss hatten wir trotzdem drei gute Interviews, und Gott sei Dank hat Trainer Mischa ein Auge zugedrückt, und wir durften zurück in die Unterkunft, weil es auch stark geregnet hatte.

Dieser letzte Tag in Berlin ist echt schnell vergangen. Das machte mir aber nichts, da ich mich auf Wien freute. Ich war nur ein bisschen traurig, dass ich Berlin verlassen musste. Nachdem wir alle im Aufenthaltsraum der Unterkunft eingetroffen waren, gingen wir los zum Busbahnhof. Das war dann auch noch eine sehr lange Fahrt, bevor die Fahrt über Nacht nach Wien erst losging. Im Ganzen hat mir Berlin sehr gut gefallen, und ich werde im August nochmal hinfahren. Aber diesmal fliege ich!

Jale

Nachdem wir die Busfahrt überstanden hatten, kamen wir in Berlin an und machten ein gemeinsames Picknick auf der Wiese am Alexanderplatz. Wir erkundeten jegliche öffentliche Verkehrsmittel, wobei die Verkehrsmittel meiner Meinung nach in Wien viel besser sind. Am ersten Tag waren alle total fertig außer Florian. Er hatte Energie in sich für drei Personen. Daraufhin machten wir eine Busfahrt mit dem 100er, der bei den meisten großen Sehenswürdigkeiten gehalten hat beziehungsweise vorbeigefahren ist.

Mit dem Gepäck war es extrem zach irgendetwas zu machen. Zusätzlich dazu war die nächtliche Busfahrt für mich schlaflos. Nach dem Sightseeing später gingen wir zu unserem Hostel, um unser Gepäck dort abzulegen. Um fünfzehn Uhr hatten wir eine Stadttour mit Sidney, einem Stadtführer, der ziemlich witzig war. Wir sahen wunderschöne Gebäude, Innenhöfe und Seitenstraßen, erfuhren die Hintergrundgeschichte dazu und erhielten einen weiteren Blick auf Berlin. Den restlichen Nachmittag hatten wir dann frei. Ich bin in das Hostel gegangen und habe mich schlafen gelegt. Als ich aufgewacht bin habe ich erfahren, dass Hakan da ist und am Lagerfeuer sitzt. Ich habe mich zu Hakan, Amir und Florian gesellt, und wir haben eine Menge geredet, bis lang in die Nacht.

Am nächsten Tag waren wir bei Werk 9 und haben und den ganzen Nachmittag dort verbracht. Wir haben unser Theater-Thema „Alice im Wunderland“ aufgeführt. Es ist uns gut gelungen und war ziemlich lustig. Wir konnten die hinteren Räumlichkeiten vom Werk 9 sehen. Da waren mehrere Studios und viele Instrumente, die man kostenlos benützen und damit proben konnte. Nach dem Werk 9 waren Hakan, Amir, Jennifer und ich auf der Suche nach Essen und kamen dabei auf die Idee zu grillen. Zurück in unserer Unterkunft blieben wir lange wach und gingen dann schlafen.

Am letzten Tag hatten wir mehrere Aufgaben. Jeder von uns sollte drei Interviews, drei untouristische Fotos und drei Tonaufnahmen von bzw. in Berlin machen. Wir waren die meiste Zeit über beim Alexanderplatz und waren davor einkaufen. Am Nachmittag begann es zu regnen und zu stürmen, deshalb  gingen wir in ein Einkaufzentrum, um uns vor der Kälte zu schützen.

Wir gingen zurück in die Herberge, um uns geistig darauf vorbereitet, dass wir abreisten. Ein paar Stunden später schlug die Uhr `gemma ham`. Die Busfahrt zurück war viel anstrengender, weil diesmal alle Plätze voll waren. Neben mir saßen die ganze Fahrt über zwei Typen. und das Schlafen im Bus war nervenstrapazierend. Im Großen und Ganzen bin ich froh wieder zurück zu sein, da ich mich hier in Wien mit den Öffis auskenne. Es war eine ziemlich coole Reise und mal etwas anderes. Wir haben viel von Berlin-Mitte gesehen und auch zahlreiche Fotos gemacht.

Florian

Montags war um 21 Uhr 30 Abfahrt vom Busbahnhof Wien Erdberg. Am Bahnhof hatte es gestunken, Kollege Jonas und ich waren schon am Bahnhof, während die anderen nachkamen. Wir waren uns einig, dass es besser gewesen wäre, wenn der Bus vom Hauptbahnhof in Wien wegfahren würde, und dass der Bahnhof in Wien Erdberg eine Zumutung ist. Dann gingen wir auf die andere Seite des Bahnhofs, wo der Rest von der Kulturwerkstatt war. Trainer Mischa und Trainerin Jennifer kamen dann auch schon: Der Road Trip konnte beginnen.
Anfangs war die Fahrt angenehm, aber an Schlaf war die ganze Zeit nicht zu denken. Später am Abend kam es kurz vor Prag zu einer Achterbahnfahrt, die Kurven waren sehr eng, und wir hatten fast einen Unfall. Es war nicht sicher, ob der Fahrer genug Schlaf hatte. Es wurde dann quasi zu einer Höllenfahrt, aber zum Glück sind wir alle heil am ZOB in Berlin angekommen. Ich hatte keine Kopfhörer dabei, Jennifer bot mir an, ihren ebook-Reader zu verwenden. Darauf habe ich „Alice im Wunderland“ gelesen. Mit dieser Thematik beschäftigten wir uns auch in unserem Theaterstück.

Am ersten und am letzten Tag in Berlin haben wir uns die Stadt angeschaut und unter anderem auch Interviews gemacht. Am letzten Tag gab es Unwetter und auch Regen. Am vorletzten Tag waren wir auch bei Werk 9, unserem Kooperationspartner in Berlin. Dort wurden wir auch gleich in ihr Stück eingebaut, in dem es um Goethes „Faust“ geht. Nach einem schönen Abend ging ein Teil von uns zum Hotel - Easy Lodges – während ein anderer Teil zum „fête de la musique“ fuhr. Ich war mit Amir am Brandenburger Tor, wo wir Fotos gemacht haben und dann direkt von dort zum Südkreuz fuhren. Dort haben wir Hakan abgeholt, der nachgekommen ist, da er seinen Pass vergessen hatte und nicht in unserem Bus mitfahren konnte. Zuvor hatten wir auch eine Stadttour gemacht. Dazu luden wir auch Evi, unsere ehemalige Praktikantin, ein, die ich schon länger nicht mehr gesehen hatte. Es gab Umarmungen und am Abend ein Lagerfeuer.

Im Großen und Ganzen war es ursuper in Berlin. Eventuell werde ich privat auch mal hinschauen. 3 Tage in Berlin waren einfach zu wenig, aber wenigstens waren wir überhaupt dort. Ich hätte mir nie gedacht, dass ich jemals in Berlin sein würde, also das war sicher nicht das letzte Mal Berlin für mich.

Momo

Den angeblich furchtbaren Flixbus, der durch Nacht, Straßen und Städte fährt, bekam ich so gut wie nicht mit, da ich (laut den anderen: ich Glückliche) die meiste Zeit geschlafen habe. Allerdings bekam ich zu hören, dass ich im Schlaf redete. Meli wollte sich ausruhen und machte die Augen zu, als ich mich plötzlich zu ihr drehte und fragte, was die Tauben kosteten…?!?!? Als Meli bei einer Raststätte ausstieg, um sich die Füße zu vertreten, nützte ich die Gelegenheit und breitete mich auf ihrem Sitz aus. Als sie zurück kam, sagte sie empört, dass ich das nicht machen könnte, worauf meine Antwort war, dass ich das doch könne.

Bei der Ankunft in Berlin haben wir gleich einmal die frische Stadtluft mit unserem Zigarettenrauch vermischt und haben uns M&Ms-plakatierte Automaten angeschaut. Allerdings waren dies Automaten ohne M&Ms darin, was eigentlich richtig komisch ist – wir hatten schon unseren ersten Witz. Der zweite folgte auch schon, als wir über die Straße gingen. Die eine Hälfte der Gruppe schaffte es noch, doch ich, die vom ersten Berliner Verkehrsmittel dort fast überfahren wurde, hatte noch von meinen Kultis-Kolleg_innen ein Gefolge, das weiterging. Der Busfahrer rief uns zu, dass dies kein Fußgängerweg sei. Jonas, der typische Wiener in unserer Werkstatt, rief zurück: „Des is ma wurscht!“ Wir fuhren also um 7 Uhr zum Alexanderplatz, wo wir uns in die Wiese setzten und uns gleich mal mit dem W-Lan aus der Kirche verbanden, das „Godspot“ hieß. Kurz darauf wurden drei heldenhafte Jungs, naja, nicht wirklich heldenhaft, also Jonas, Florian und Amir, losgeschickt, um Frühstück zu holen. Als wir dann gegessen und einen Tagesplan besprochen hatten, gingen wir auch schon zum 100er Bus, der eine kleine Stadtrunde machte. Also sahen wir, zwar nur aus dem Bus, aber schon in der ersten Stunde, bedeutende Orte und Sehenswürdigkeiten Berlins. Vollbepackt und als lauteste Gruppe im Bus redeten und freuten wir uns über neue Plätze und Dinge, die uns an der Stadt begeisterten. Nicht so toll fanden wir alle das mega viele Umsteigen, in den gelben, brutalen Bahnen, die die Türen einfach ohne Erbarmen schlossen und dazu den Sound der Warnung des Weltuntergangs machten. Dies verfolgte uns bis ans Ende unserer Berlin Reise.

Als wir endlich bei unserer Unterkunft ankamen, war gleich das erste, was wir machten: duschen gehen (bevor wir überhaupt einchecken konnten). Danach gingen wir gleich noch mal weg, um uns ein wenig die Stadt anzusehen. Ja, an dem Tag hatten wir die Stadtführung. Da wir uns alle wie im Delirium fühlten, hatten wir alle das Gefühl, wir wären dort schon mehrere Tage gewesen. Doch ne, das war alles am ersten Tag. Die Motivation und Freude zeigte sich auch so wie sie war, etwas angeschlagen. Wir waren einfach übermüdet. Doch der voll nette Touri-Führer, Sidney, machte die Runde durch Berlin-Mitte so spannend, dass wir es doch schafften ihm zuzuhören und sich etwas mehr dafür zu interessieren. Am Abend kam es dazu, dass Meli, Jonas, Marcel und ich uns auf den Platz bei unseren Cubes (in denen wir wohnten) setzten und lange bis in die Nacht quatschten. Die anderen saßen in der Zwischenzeit rund um ein Lagerfeuer im Garten unserer Herberge.

Am nächsten Tag schauten wir ein wenig durch die Stadt und fuhren dann zum Werk 9, unseren Kooperationspartnern (der Grund weshalb wir überhaupt nach Berlin konnten). Dort führten wir dann unser „Wunderbar“-Stück auf und spielten sogar in ihrem Stummfilm mit (in diesem haben wir Gläser und Tischerl gerückt, gruselig). Am Abend gingen Meli, Jonas, Marcel und ich mit Evi zur Fetê de la musique. Jeder von uns wurde mindestens einmal angesprochen, ob wir Gras hätten oder wollten. Es wunderte uns, dass einfach so auf offener Straße gedealt wurde, ohne Angst vor der Polizei zu haben.

Wir ließen uns auf den Treppen hinter der Bühne nieder, wo wir das Geschehen ein wenig beobachten konnten. Dann gingen wir dort über die Brücke, bis wir zur Hip-Hop Bühne kamen. Dort saßen wir auf den Treppen, tranken jeder unser Getränk aus und wollten runter in die Menge. Da es dort die Pfandregeln gibt, sammeln auch immer wieder Menschen die leeren Flaschen ein. Meli zog mich dann mit runter auf die Tanzfläche, und wir tanzten bis die anderen auch runterkamen. Evi filmte uns, und dann fuhren wir auch schon los Richtung Unterkunft. Auf dem Weg zu unserem Hotel entdeckte Jonas aber den Knopf, der die U-Bahntür früher schließen lässt und hätte Evi somit fast in der U- Bahn hinterlassen. In der Herberge hatten die anderen ein Lagerfeuer gemacht, doch Marcel, Jonas, Meli und ich waren an einem ruhigeren Ort und widmeten uns dort unseren Nachos mit Käsesoße und unseren Gesprächen über alles Mögliche.
Am Donnerstag hatten wir ziemlich viel Zeit, uns selbstständig die Stadt anzuschauen. Dazu bekamen wir die Aufgabe, ein paar Leute zu befragen. Ob Touris oder Einwohner, Taxilenker, Menschen, Aliens oder irgendeine Straßenlaterne, die vielleicht reden kann. Ne, ein paar Leutchen, die uns über den Weg laufen. Viele davon wollten nicht interviewt werden und gingen deswegen an uns vorbei. Naja, manche machten einen Bogen um uns, als seien wir eine Krankheit persönlich. Doch dann fanden wir doch Menschen, die sich interviewen haben ließen. Wir trieben uns die meiste Zeit am Alexanderplatz herum, weil es dort ziemlich cool war und es richtig tolle Souvenirläden gab. Ein Shop hatte sogar ein richtig krasses, buntes Auto vor der Tür stehen.

Da es dann anfing zu regnen, begaben wir uns ins Einkaufszentrum und tranken dort zum Abschluss eine Fritz-Cola, die es überall in Berlin gab. Schließlich machten wir uns auf den Weg zurück zur Unterkunft, von wo wir zum Busbahnhof fuhren. Dort stiegen wir in den Bus und waren schon auf dem Weg Richtung Wien. Und wieder schlief ich die meiste Zeit der Fahrt. Um 6.15 kamen wir am Busbahnhof Erdberg an, wo Daniel, mein Freund mich schon erwartete. Wir verabschiedeten uns noch in der Gruppe und durften dann auch schon gehen. Diese Reise war eine der coolsten, die ich gemacht habe. Berlin ist echt toll und ich würde echt gern nochmal hin fahren und es jedem anderen empfehlen.

Ein gemeinsam - individueller Bericht von Hakan, Meli, Amir, Marcel, Jale, Florian und Momo.

Galerie

Alexanderplatz aus der Sicht von Meli
Berlin Stadtmitte aus der Sicht von Meli
Florian und Marcel in der Unterkunft
Die Kulturwerkstatt am Lagerfeuer in der Unterkunft
Die Kulturwerkstatt am Lagerfeuer in der Unterkunft
Die Kulturwerkstatt im Werk 9
Die Kulturwerkstatt im Werk 9
Meli, Jonas, Momo und Marcel am "Fête de la musique"
Die Kulturwerkstatt im Werk 9 auf der Bühne
Die Kulturwerkstatt wird durch Berlin-Mitte geführt
Die Kulturwerkstatt wird von Sidney durch Berlin-Mitte geführt
Die Kulturwerkstatt in Berlin-Mitte
Berlin im Regen aus der Sicht von Amir
Der Bus Nr. 100 (in klein) aus der Sicht von Florian
Alexanderplatz aus der Sicht von Hakan
Wundersame Produkte (zB Banana Spray Candy), by Jale
Ein Teil der Kulturwerkstatt - in Berlin
Straßenkunst aus der Sicht von Marcel
".. in den gelben, brutalen Bahnen, die die Türen einfach ohne Erbarmen schlossen", Foto by Meli, Text by Momo
In der Berliner U-Bahn aus der Sicht von Momo
Shoppen in Berlin aus der Sicht von Momo
Was weiß ich jetzt über Berlin?
Unterschiede zwischen Berlin und Wien (aus der Sicht der Kulturwerkstatt)
Was mache ich bei meinem nächsten Besuch in Berlin?
An- und Abreise mit Flixbus, by Florian
An- und Abreise mit Flixbus, by Florian
Florian vor dem Brandenburger Tor
Ein Teil der Berliner Mauer, by Florian
Florian jumpt... by Hakan

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